Dunkelheit – Albtraum

„Ich  hasse dich – Ich liebe dich“

Die Dunkelheit, die wir sehen ist nicht das, wovor man sich fürchten sollte. Das, was einem oft Angst bereitet, ist die Dunkelheit in uns. Die Dinge, die man vor anderen versteckt und selbst verleugnet. Liebe, Hass, was man mag, was nicht, wen man mag, wen nicht. Jeder lügt einmal, um sich einzufügen. Aber das, was uns wirklich ängstigt ist die Wahrheit. Eine Wahrheit, die niemand sehen darf. Es ist meist etwas, das uns aus der Gesellschaft oder dem gewohnten Umfeld stoßen würde. Mag es der Charakter sein, etwas, das in der Vergangenheit passiert ist oder aber ein Gefühl, das man im tiefsten Inneren der eigenen Seele vergräbt. Der Mensch ist dazu konzipiert zu gefallen. Er sucht ein Muster, in das er sich einnisten kann, das er ganz genau verfolgen kann, ohne aus dem Konzept zu fallen, ohne durch die Gesellschaft zu fallen. Niemand ist gerne allein. Deswegen verstellen wir uns. Vielleicht nicht alle von uns. Ich möchte keine weltumfassende Aussage machen, aber meiner Meinung nach trifft die vorhin getätigte Aussage auf fast alle Menschen zu. Schließlich, wer kann schon von sich behaupten nie gelogen zu haben? Sich in bestimmten Situationen verstellt zu haben, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, zu fliehen?

„Ein Albtraum, aus dem ich zu erwachen gedenke.“

Menschen verschließen sich, um Schmerz an sich abprallen zu lassen. Aufgrund schlechter Erfahrungen, Schrecknissen, vor denen andere sie warnten, Menschen, die ihnen seelische Qualen zufügen. Viele haben schlechtes erlebt. Erlebt wie Dinge außer Kontrolle gerieten, nicht so funktionierten, wie sie es sich erhofft haben, wie ihre kindlichen Gedanken und Wünsche zertrümmert worden sind und nicht vielen fällt es leicht sich das alles einzugestehen, es anderen zu beichten. Der Albtraum begann in der Vergangenheit, aber noch haben wir die Gegenwart und die Zukunft. Können wir nicht einen Versuch wagen aus unserem selbsterbauten Kokon zu fliehen, um endlich unsere Schwingen auszubreiten?

„Ich möchte dir sagen, was ich wirklich empfinde – Ich möchte dir zeigen, wer ich wirklich bin“

Lasst uns fliegen, unsere Hand in die Hand eines anderen legen und laufen. Laufen, bis man fällt. Vielleicht wird der erste Aufprall schmerzhaft, vielleicht wird er erneuten Schmerz bergen, aber irgendwann werden wir fliegen. Gemeinsam. Wir fallen gemeinsam und fliegen gemeinsam. Lasst uns den Himmel suchen, der uns aus diesem Albtraum, aus dieser Dunkelheit führt. Lasst uns mutig sein. Lassen wir uns fallen, lassen wir uns treiben, lassen wir unsere Selbst ans Tageslicht treten. Jemand wird dich auffangen. Vielleicht wird diese Person ich sein oder aber ein Mensch ganz in deiner Nähe. Lasst uns ausbrechen. Flieg.

„Danke.“

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