„Es ist alles in Ordnung“

„Keine Sorge – Es ist alles in Ordnung“

Es ist seltsam. Menschen sagen mir oft wie traurig ich klinge. Wie einsam ich wirke. Ich weiß nie, was ich davon halten soll. Oft wenn man mir sagt: „Dein Gesicht sieht so traurig aus.“ bin ich glücklich. Oft wenn man mir sagt: „Deine Texte klingen so traurig.“ geht es mir gut. Nicht immer, ich gebe es zu, doch meist ist alles in Ordnung. Ich habe mich immer gewundert: „Kann ich meine eigene Mimik nicht kontrollieren? Meine Gedanken  nicht mit anderen teilen? Verstehen sie mich einfach nicht oder drücke ich mich missverständlich aus?“ Es war merkwürdig. Ich sperrte mich selbst ein. Ich sperrte mein Selbst in ein Glas. Einige Luftlöcher, damit es nicht starb, aber nur genug zum leben, um es im Zaum zu halten. Ich habe versucht zu lächeln. Falsch. Ich habe versucht zu lachen, wenn mein Körper danach schrie zu weinen, weil ich dachte, dass sie mich sowieso nie verstehen würden. Ja, ich habe eine schmerzhafte Vergangenheit hinter mir, doch das heißt nicht ich kann keine schöne Gegenwart und Zukunft verleben.

„Nichts ist passiert – Mein Leben ist in Ordnung“

Alles, was man jetzt sieht, ist etwas, das durch all die Jahre entstanden ist. Ich denke kaum, dass alles perfekt war. Ich denke nicht, dass ich perfekt bin oder mein Selbst nicht hätte besser sein können. Doch gibt es überhaupt ein besser oder ein schlechter? Ich bin ich. Du bist du. Wir sind alle Individuen, zu dem gereift, was wir sind, indem wir Entscheidungen trafen, wenn das Leben eine Weggabelung für uns bereit hielt. Wir bogen ab, erreichten ein Ziel, nur um noch weiter zu gehen. Das Leben ist ein nie endenwollender Prozess. Ein Prozess, bei dem wir uns Selbst erfinden. Als Kind, als Jugendlicher, als Erwachsener. Wir verändern uns immer weiter. Wir verändern uns sogar manchmal bis zur Unkenntlichkeit, doch alles ist ein Prozess. Ein Prozess, den wir unbewusst mit jeder Handbewegung steuern. Ich habe mich so oft neu erfunden. Ich habe so oft den Weg gewechselt, ich habe mich so oft selbst verloren. Vielleicht zu oft, vielleicht noch nicht oft genug. Das Selbst, das mir jetzt innewohnt ist eines der wenigen, die jemals frei waren. Ich habe es an der freien Luft weiterentwickelt, nicht eingesperrt gehalten wie manch andere. Es ist nicht länger nur eine Fassade. Es ist ein Gesamtkonstrukt, das ich wertschätze. Ich mag zwar nicht wissen, ob andere Gefallen daran finden oder ob es sie abstößt, doch ich hoffe, dass diejenigen, die mich kennen lernten auch lieben lernten.

„Ich bin glücklich – Danke für alles“

Es gibt keinen Grund mich als unglücklich zu bezeichnen. Ich habe Narben davongetragen, wenn ich fliegen wollte. Ich habe Narben davongetragen, wenn andere mir die Flügel vom Körper gerissen haben. Ich habe Narben davongetragen, wenn ich nicht geliebt worden bin. Doch vergangen ist vergangen. Jetzt ist jetzt. Auch wenn ich äußerlich für einige noch traurig wirken mag, bin ich doch im Inneren sehr, sehr glücklich, weil ich weiß, dass ich einen Platz in dieser Welt habe. Er ist nicht fest. Er ist nicht sicher, aber ich darf doch glauben. Darf ich darauf vertrauen, dass ich immer einen Platz in euren Herzen haben werde, meine herzallerliebsten Freunde? Darf ich hoffen?

„Ich liebe dich“

Mach dir bitte keine Sorgen um mich. Alles ist „in Ordnung“. Diese Wunde wird heilen, bis nur noch eine kleine Narbe bleibt. Ich denke, du wirst alles verstehen, wenn du erfährst, was diese Wunde in mein Herz getrieben hat.

„Danke für deine Besorgnis“

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