Willkommen zu Hause

„Ich bin wieder da!“

Ich kann mich noch immer daran erinnern. An diese ferne Zeit. Sie scheint so lange her zu sein. Ich kam immer von der Schule. Völlig aufgeregt. Mein Bruder hatte länger als ich Schule oder war mit seinen Freunden weg. Und mein ältester Bruder war fast nie da, wenn ich nach Hause kam. Nur mein kleiner Bruder stand dann immer mit meiner Mutter draußen. Er versteckte sich immer gern hinter ihr, aber er hielt immer nach mir Ausschau, wartete darauf, dass ich zurückkam. Ich warf mich ihr in die Arme oder rief ganz aufgeregt: „Mama! Ich bin wieder da!“ Sie lächelte immer und ich erzählte ihr wie die Schule gewesen war. Und begrüßte auch immer meinen kleinen Bruder, redete mit ihm. Er war noch sehr schüchtern damals, aber war gerne mit mir zusammen. Wenn ich so daran zurückdenke, kommen mir die Tränen. Diese Zeit ist schon lange vorbei. Manchmal frage ich mich selbst, ob die Zeit damals nicht nur ein Traum gewesen war. Ein schöner Traum, den ich immer noch in meinen Erinnerungen festhalte…

„Du bist wieder da?“

„Ein kleiner Junge wartete einst auf seine Eltern. Sie waren vielbeschäftigt und das wusste er. Sie hatten zu arbeiten. Er war immer alleine zu Hause, lernte früh auf sich selbst aufzupassen und spielte kaum mit anderen Kindern. Alle waren begeistert, dass er schon alles konnte und wie reif er denn war. Er mochte es gelobt zu werden, doch immer wenn die Menschen alle weg waren, zog er sich in sein Zimmer zurück und las ein Buch: „Ein Kätzchen konnte es nicht fassen. Das andere war starr vor Schreck. Das dritte machte sich auf und wollte alles wieder rückgängig machen. Das vierte konnte nur allem zusehen, denn sie waren alleine gelassen worden.“

Der Junge wusste nicht wieso, aber etwas rundes, nasses kullerte auf die Seiten, woraufhin die Seiten ganz durchsichtig wurden und ein bisschen wellig. Er stand auf und wollte Essen machen, wie jeden Tag, aber als er in die Küche gehen wollte, sah er einen Menschen an seiner Seite. Das Gesicht sah aus wie seines und die Augen waren so merkwürdig nass, genauso wie das Gesicht. Er berührte sein eigenes und sah sich seine Hand an. Sie war auch nass. Und langsam spürte er wie seine Kleidung sich komisch anfühlte. Sie war auch nass. Er ging in die Küche und wollte den Kühlschrank öffnen, doch er konnte nicht. Seine Hände zitterten. Er setzte sich auf den Stuhl und legte seinen Kopf auf die Tischplatte. „Ich will auf Mama und Papa warten.“ Er wartete und wartete, bis er schließlich weinend einschlief. „Was machst du denn, mein kleiner Spatz?“ Er spürte wie jemand nach ihm griff. Jemand warmes und sie roch vertraut, nach Lavendel. „Ma-ma…W-Willkommen…zu….Hau-se.“ Er schlief mit einem Lächeln wieder ein.“

„Willkommen zu Hause!“

Es ist schön jemanden zu haben, der einen so begrüßt. Ich rufe noch immer „Ich bin wieder da!“ Und es kommt noch immer eine Antwort, doch nicht diese, aber ich denke alles, was gesagt wird heißt doch nur wieder „Willkommen zu Hause.“ Und ich bin froh dieses zu haben. Ich bin froh Menschen zu haben, die mich über alles lieben, auch wenn sie es nicht immer zeigen. Das Innere und nicht das äußere zählt schließlich. Und immer wenn ihr in eurem Haus, eurer Wohnung, etc. ankommt, möchte ich euch in den Arm nehmen und sagen: „Herzlich Willkommen zu Hause!“

„Ruh dich aus.“

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