Einsames Herz – Salzige Tränen

„Wieso kommst du denn nicht?“

Ich habe es schon wieder getan. Ich habe mich schon wieder abgekoppelt. Ich will nicht, ich kann nicht, ich hasse es. Ich hasse es, andere immer zufrieden stellen zu müssen. Ich hasse es, viele Menschen um mich zu haben. Ich hasse es, alleine zu sein. Wahrscheinlich klingt das alles unsinnig, merkwürdig. Ich verstehe es selbst nicht. Vielleicht bin ich auch einfach nicht für diese Welt geschaffen. Ein kleines, ängstliches Kind, das versucht nach außen hin stark zu wirken, obwohl es mit jeder vergangenen Sekunde bereits in sich zusammenbrechen könnte. So bin ich. So lebe ich. Ich trete die Gefühle anderer mit Füßen, weil andere dasselbe mit mir getan haben oder immer noch tun. Manchmal ist es nicht rechtens, manchmal wieder berechtigt und oft weiß ich einfach nicht, was ich tun soll und tue es unbewusst.

„Ich will nicht. Lass mich.“

Es gibt keine bedingungslose Liebe. Mag man es noch so sehr versuchen, mag man es auch noch so sehr wollen, am Ende kann man manchmal doch nicht anders und will seinen geliebten Menschen seinen Willen aufdrängen. Menschen sind nicht perfekt. Sie sind sogar weit davon entfernt, doch eigentlich sollte man lernen, die Gefühle anderer zu akzeptieren, nicht wahr? Ich bin nicht wütend, wenn meine Gefühle nicht verstanden oder manchmal übergangen werden, weil ich weiß, dass die Menschen, die mich lieben, das nicht bewusst tun. Ich bin einfach nur traurig, wenigstens eine Zeit lang. Ist es falsch von mir zu hoffen? Darauf zu hoffen, dass andere mir Verständnis entgegenbringen? Aber ich rede ja doch nur Schwachsinn. Es ist ein schwacher Moment von mir. Ich liebe meine Freunde und meine Familie und ich weiß, dass sie mir im Inneren nur das Beste wünschen, auch wenn sie mich ab und zu auch verletzen. Das ist menschlich. Fehler sind menschlich. Und eine Meinungsverschiedenheit kann nie vermieden werden. So lernt man schließlich die glücklichen Momente wirklich zu schätzen. Denn diese sind nicht immer selbstverständlich. Genausowenig wie die Anwesenheit eines geliebten Menschen, wie ich in den letzten Tagen und Wochen bemerkt habe. Deshalb sollte man jeden Augenblick, den man mit diesen Menschen verbringen kann schätzen und lieben.

‚I know you live, I know you laugh, I know you cry, I know you dream. That’s why I want to give you some of my warmth to show you how much I love you. Thanks for having given me your love.‘

Auch ein erkaltetes Herz kann splittern und wieder zu pochen beginnen, weil das, was Menschen antreibt, die Hoffnung und die Stärke in uns selbst ist. Natürlich fallen wir, natürlich weinen wir, natürlich ist das Leben nicht aus Glück und Freude gemacht, doch ein Fall kann auch heilsam sein, nach den Tränen kommt ein Lächeln und nach dem Unglück endlich wieder das Glück. Nichts bleibt gleich, wenn du nur die Kraft findest etwas zu verändern. Ich möchte gerne diese Welt ändern und egal wer, egal wo, ich möchte meine Hand ausstrecken, wenn ich helfen kann. Sie kann ausgeschlagen oder angenommen werden. Ich hoffe nur, dass Menschen in dieser Welt wenigstens nie die Hoffnung verlieren, weil sie jemanden haben, der sie stützt, versteht und so akzeptiert wie sie sind.

„Das einsame Herz, die salzigen Tränen. Alles ein Traum, wenn der Morgen wieder tagt.“

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