Selbsterhaltung – Selbstzerstörung

Alles, was ich schreibe, hier auf den Bildschirm projeziere, Blatt für Blatt niederschreibe,…es ist ein Schrei an die Außenwelt. Ein Schrei, der schnell in der Dunkelheit verhallt, verschwindet als würde er verschlungen werden, bevor er überhaupt Gehör findet. Ich bin bereits beschmutzt, mein Körper und meine Seele befleckt, mit Sünden beladen. Es war nicht immer leicht, es war aber auch nicht so schwer. Oft war es schlimm, hat mein Herz zerissen. Das Leben, die Liebe, die jedes Mal auf die Probe gestellt wurde. Die Liebe, die ich für euch empfinde und immer empfinden werde. Oftmals wusste ich nicht einmal, ob sie echt war oder auf Lügen basierte. Sie hat mir Kraft gegeben und mich gleichzeitig gequält. Wie ein Feuer, das sich an meinem Körper labt, wenn es nach frischem Blut dürstet oder mir Wärme spendet, wenn es sich bereits gesättigt hat. Wie ein glühendes loderndes Feuer. Gefährlich und doch so verführerisch.

[Von der Zerstörung eines Herzens]

Es war einmal ein kleines Mädchen. Sie war glücklich und traurig, spielte, lachte und weinte wie jedes andere. Ihr Zuhause war ein liebevolles. Ihre Eltern liebten sie, ihre Geschwister waren immer da, um mit ihr zu spielen. So verging die Zeit. Eines Tages dann beschloss sie: „Ich werde jedem geliebten Menschen einen Teil meines Herzens geben. So können sie immer meine Wärme spüren und ich ihre.“ So verwandelte sich ihr Herz in einen großen roten Glasstein. Jedes Mal, wenn ihr jemand ans Herz wuchs trennte sich ein kleiner Teil von dem großen Stein und blieb bei dieser Person. So verschenkte sie ihr Herz immer weiter und weiter. Es schien gar kein Ende mehr zu nehmen. Glücklich so viele Menschen gefunden zu haben, die sie liebte, legte sie sich neben ihre Geschwister. Doch sie hatte nicht bedacht, dass ihre geliebten Menschen sie auch betrügen könnten.

So spielte einer mit ihrem Herzen, warf es herum wie eine einfache Murmel. Als der Splitter ihres Herzens zerbrach, weinte das Mädchen vor Schmerzen. Sie konnte ihre Tränen überhaupt nicht mehr aufhalten. Ein anderes Mädchen verkaufte den wunderschönen roten Herzsplitter, den ihre Freundin ihr gegeben hatte. Da spürte das Mädchen wie ihr Körper plötzlich weh tat. Noch einer ihrer Freunde trampelte lachend auf dem Herzsplitter herum. Er fand Gefallen daran wie der Splitter immer kleiner wurde und weiter zerbrach. Das Mädchen spürte wie ihr ganzes Herz gequält wurde, doch sie ahnte nicht, dass ihre geliebten Menschen ihr so etwas angetan haben könnten. So wollte sie bereits aufstehen, als die Tür sich öffnete und reihenweise ihre Freunde eintraten.

„Ich brauche so ein zerbrechliches Herz nicht. Hier.“, sagte einer. Achtlos warf er den Splitter auf das Bett. Er brach. „Es ist mir zu schwer geworden.“, meinte eine andere. Sie ließ ihn auf den Boden fallen. Das Herzstück zersplitterte. „Es ist hässlich.“, rief ein Mädchen. Sie warf den Splitter gegen die Wand. Er zerschellte daran. So ging es weiter und immer weiter, bis das Haus voller Scherben war und rot glänzte von den Tränen der Herzstücke. Das Mädchen wollte gar nicht glauben, was passiert war. Weinend warf sie sich auf das Bett, schrie, tobte, schluchzte. Die letzten Gefühle, die das Herz aufbrachte, lebte das Mädchen noch aus. Dann fiel sie bewegungslos aufs Bett. Sie war tot, als ihre Familie sie fand. Ihr Herz war von den Menschen getötet worden, die sie am meisten geliebt hatte.

[Gib Acht darauf, wem du dein Herz schenkst]

Herzen sind oft schutzlos. Wir verschenken unsere Liebe und merken erst später, ob es die richtige Entscheidung war oder nicht. So wird es oft von den Menschen, die uns am Herzen liegen, zertrampelt, durchstochen und malträtiert. Diejenigen, die wir am meisten brauchen, sind diejenigen, die uns am meisten Schaden zufügen können, weil sie unsere Basis sind. Wir stützen uns auf andere, weil wir nicht alleine weitergehen wollen oder aber können. Sie sind so oft der einzige Halt, wenn alles in sich zusammenfällt, aber auch manchmal die Hand, die uns in den tiefsten Abgrund stürzt.  Das, was uns erhält, was uns oft am Leben hält, unser Grund zum Leben ist, ist meist auch das, was es jede Sekunde zerstören kann.

{Pass auf dich auf}

Advertisements

Ein Gedanke zu “Selbsterhaltung – Selbstzerstörung

  1. Es macht mir Sorgen, dass dich das Verlassen-werden so viel beschäftigt, Liebes. Ist es, weil du »ihn« nicht bei dir hast? ó.ò Ich wünsche dir so sehr, dass du ihn bald wiedersiehst. Dass er nach Hause kommt und dich sofort in die Arme nimmt und dich tröstet, dass du wieder lächelst. *dich drücke*

    Don’t worry, my baby. I want to protect you, so no one can hurt your heart. ❤

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s