Alleine gelassen – Lost child

[Und da war es nur noch einer…]

Sie fragte: „Worum geht es?“ Er antwortete: „Nichts.“ und sie wusste, dass er eigentlich meinte: „Das geht dich gar nichts an.“

Sie war alleine gelassen worden, verschwunden, verschluckt worden von einem schwarzen Loch. Sie saß jetzt dort. Saß an diesem Platz, jenem Ort. Die Ecke der toten Spielzeuge und Puppen, das war nun ihr zu Hause.

„Man braucht mich nicht mehr“, sagte das Mädchen. „Dann bist du bei uns willkommen.“, sagten die Spielzeuge. „Bleib einfach bei uns.“, stimmten die Puppen zu. Die Ecke war muffig, kalt und feucht. Niemand kam gerne. Alle wurden einfach dorthin geworfen, wenn sie ausgedient hatten. Kaputtes Spielzeug, Dinge, die nicht mehr aktuell, „aus der Mode“ waren. Ja, Dinge, die man vergessen hatte und nicht mehr brauchte. Da saß das Mädchen jetzt und erforschte die Ecke.

Alle, die dort waren, hatten irgendwelche Fehler. Manchen Puppen fehlten Arme, andere hatten ganz zerschrammte Glieder. Die Spielzeuge hingegen waren teilweise angesengt. Ein kleines Kind hatte an ihnen wohl ein Feuerzeug oder die neuesten Feuerwerkskörper ausprobiert. Wieder anderen Spielzeugen hingegen fehlten Teile. Sie wussten nicht mehr zu sagen, wo sie sie verloren hatten oder aber gar wann.

In dieser Ecke schien die Zeit still zu stehen. Schleichend nur verstrich Sekunde für Sekunde, Minute um Minute. Die Zeit an sich schien sie quälen zu wollen, sie zu martern mit der Pein der Einsamkeit. Das Mädchen wurde müde. Es würde niemand kommen, um sie wieder zu holen. Das wusste sie. Sie wartete schon so lange, doch es war bisher noch niemand gekommen. Niemand vermisste sie, niemand brauchte sie. Sie war wie eines dieser Spielzeuge. Benutzt und verbraucht.

Mit diesem Gedanken fiel sie in einen unruhigen Schlaf, geschüttelt von Weinkrämpfen und dem Verlangen „gebraucht zu werden“. Daraufhin nahmen die Spielzeuge sie liebevoll in den Arm und die Puppen drängten sich um das Mädchen, um ihr Wärme zu spenden. Ja, das war ihr Zuhause, ein Zuhause, gebaut aus dem, was andere als nutzlos erachtet hatten. Ein warmes Zuhause, im Vergleich zu dem, was man außerhalb dieser Ecke sah. Dies war ihr ganz eigenes „Wunderland“.

[„Wir sind für dich da – Ich bin für dich da“]

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4 Gedanken zu “Alleine gelassen – Lost child

  1. kostenlos werbung xD… als ob affischaft was kosten würde xD *kicher* und da wir ja auch schonmal affis waren seh ich das als selbstverständlich xD…

    Ich bin müde – du auch?

  2. Einer deiner schönsten Beiträge – abgesehen davon, dass er wieder unendlich traurig klingt. Dass er mich wieder wünschen lässt, dich ganz lange im Arm zu halten um dich zu wärmen.
    (Sprechende Spielzeuge und sprechende Puppen ~ you make my dreams come true, little princess ; O 😉

    Danke dir so viel, für dein Verständnis und deine lieben Worte immer. Manchmal denke ich, du weißt einfach immer, was mich wieder aufmuntern kann. _<
    Und möchte dir zuhören wieder, wenn dich die vielen Sachen erdrücken, und sie davonjagen. Versuch dich bitte ein wenig auszuruhen, Liebes. ó.ò

    "I want to be next to you."
    In love, Arashi

  3. Nee müde von allem xD… Na ja ich hab eisenmangel und angeblich kommts daher… – es gab ne zeit da hab ich nur geschlafen… wirklich… aufgestanden zum Zug im Zug… dann zum Bus dann im Bus dann in der Schule und so weiter xD
    Freut mich das du wieder gesünder wirst 😀 was hattest du denn… nur husten oder noch mehr zeugs?

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