Alles kann besser werden…

…deshalb bitte ich dich: Hör nicht auf zu träumen. Ich denke, es wird Menschen geben, die bei diesem Satz die Hände empört heben und gleich lauthals protestieren möchten. Träumer, Spinner „schimpfen“ sie mich vielleicht, vielleicht auch ihr und ja, viele reden so abfällig von Träumen und deren Besitzern. Natürlich, sie existieren bis jetzt nur in deinem und meinem Kopf, in deinem und meinem Herzen, deiner und meiner Seele, doch wer sagt denn, dass sie nie Realität werden können? Träumer sind nicht abgehoben, wie viele so oft denken,  haben die „wahre Welt“ nicht einfach so hinter sich gelassen, nein, viele Träumer können die schlimmsten Realisten sein, die man je gesehen hat. Ich denke oft pessimistisch, bin zynisch und hinterfrage alles und jeden, dennoch träume ich. Ich träume von einer Welt, die Nächstenliebe und nicht Narzissmus belohnt. Ich träume von einer Welt, die ohne Gewalt funktionieren kann. Eine Welt, in der wir alle zusammen leben können, gleich und in Harmonie. Jedes Kind verdient es geliebt zu werden und jeder Mensch verdient eine Zukunft; das erhoffe ich mir.

Auch wenn die Zeiten, die ich gerade durchstehe alles andere als rosig sind und der Hass in mir anschwillt, weil ich – trotz aller Versuche meinen Nächsten zu lieben – manchmal nicht über meinen Schatten springen kann. Denn selbst wenn du Menschen Liebe zeigst, bedeutet es nicht, dass sie diese auch mit Liebe vergelten. Und ich weiß, ich kann nie so viel Liebe zeigen wie manch andere es können, ich kann nicht jeden lieben, selbst wenn ich es versuche, aber ich kann immer noch meinen Freunden und meiner Familie mein Herz schenken. Ja, ich klinge ein bisschen merkwürdig, eine „Möchtegern-Mutter-Theresa“, ja, das werden wohl einige denken. Vielleicht werden auch manche sagen, dass ich hier lüge. Ist meine Identität doch nicht mehr als ein paar Worte hier, in der „digitalen Welt“. Ich kann mich selbst neu erfinden, wenn ich möchte und das reizt viele. Ich werde jetzt diese Anschuldigung, wenn sie denn kommt, weder abwehren noch bestätigen, da ich mir selbst nicht sicher bin, ob ich dann lügen würde oder nicht. Außerdem ist mir dieses Katz-und-Maus-Spiel zuwider.

Nun, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, das Träumen. Meiner Meinung nach wird dieser Vorgang immer als viel zu passiv gesehen. Wie bereits gesagt, spielt sich da alles im Kopf ab, aber erst Träume verleiten einen zu Taten. Denn, wie es jemand einmal so schön sagte: „Für ein Schiff, das kein Ziel hat, weht der Wind niemals günstig.“ So kann man ohne Ziele im Blick auch keine Aufgaben ins Auge fassen und Taten sind oft sinnlos, weil man sich immer nur im Kreis dreht. Zudem geben Ziele Motivation, die Kraft, etwas zu verändern. So wie ich es sehe, sind Träume der Motor, der erst alles in Gang bringt, doch manche verstehen ihre Bedeutung nicht, weil das Geräusch des Motors leicht im Hintergrund verhallt ohne je an dein Ohr gedrungen zu sein. Träume müssen nichts großes sein und natürlich sind „groß“ und „klein“ immer eine Frage der Definition. Für den einen ist das eine die Welt, während es für den anderen zu den selbstverständlichsten Dingen überhaupt gehörte. Alles ist subjektiv, doch eines ist sicher: Träume sind das, was uns die Kraft gibt aufzustehen und ein Grund, um uns jeden Tag dem Leben aufs neue zu stellen.

Gebt nie das Träumen auf, v.a. nicht du, Puppenmädchen, da du das reinste Herz von allen besitzt und auch du, Celeste, da ich weiß, dass du dein Leben mit Träumen wieder aufbauen kannst. Ich möchte euch beiden das Bild einer besseren Welt schenken und es für alle in die Tat umsetzen. Ich liebe euch – genauso wie meine Familie und meine anderen Freunde. Danke für alles.

Müdigkeit, schließ mich ein in einen tiefen Schlummer

Es ist schon merkwürdig. Es ist merkwürdig, wie sehr ich lieben kann und doch nicht. Es ist sonderbar, wie sehr ich hoffen kann und im Inneren doch in Zweifeln ertrinke. Ja, Menschen sind unlogisch, emotional statt rational, handeln aus Impulsen, denken nicht so sehr über ihre Aktionen nach, aber wir sind doch alle einzigartig, besonders und wertvoll.

Ich bin ein bisschen müde. Es liegt wohl daran, dass ich in letzter Zeit kaum geschlafen habe und wie ein Uhrwerk aufstehe. Vier, fünf, sechs, sieben Stunden Schlaf. Gewaltsam reißt mich mein Körper heraus, die Augen werden plötzlich aufgerissen und ich bin wieder aufgetaucht. Aufgetaucht aus diesem Meer aus Träumen, aus diesen Wogen, die mein Herz schlug. Ein Traum, der für einen Moment so klar wie der Tag ist und doch im Laufe der Zeit verschwindet, so als wäre er nie da gewesen. Eine traurige Existenz, der Traum. Er befindet sich in jedem von uns, ob im wachen Zustand oder in der Schlafphase und wird doch oft vergessen, verblasst und verschwindet.

.Müdigkeit, schließ mich ein, wiege mich in einen tiefen Schlummer.

[Ich bringe dir einen Traum.]

[Ich möchte dich glücklich machen. Erinnere dich an mich.]

..Schlaf, du bist gekommen, trägst so viele Stimmen mit dir..

{Versinke in meinem Meer und vergiss, was dich quält.

Ich liebe dich und beschütze dich.}

Tauch, tauch ein, immer tiefer…

Wisst ihr, ich habe in letzter Zeit nicht viel geschrieben…hm…was sage ich nur jetzt? Was schreibe ich? Worüber schreibe ich nun? Interessiert es euch denn überhaupt? Ich weiß nicht genau…Vielleicht meide ich in letzter Zeit auch bewusst den Kontakt mit dem World Wide Web. Natürlich habe ich immer noch Probleme, immer noch Schwierigkeiten, doch ich kann mich nicht jedes Mal hier über meine Situation ausweinen. Alle haben mal schwierige Zeiten, manche schlimmer andere weniger. Es ist der Lauf des Lebens und ich möchte es nicht mehr so sehr mit der ganzen Welt teilen. Meine Gefühle, meine Tränen, mein wankendes und sich veränderndes Ich. Ich werde immer noch schreiben, immer noch zurückkehren, aber diese Offenheit, diese nackte Offenheit verschließt sich langsam wieder, weil mein verletzliches Selbst nicht noch mehr Schmerz ertragen kann.

Ja, ich bin noch verletzlich, noch immer. Manchmal sogar immer noch so verletzlich wie ein kleines Kind.  Ich denke gerade klinge ich so als wäre ich von Depression zu Resignation gesprungen. Vielleicht habe ich auch ein bisschen resigniert, aufgegeben, damit ich das alles überhaupt ertragen kann, aber ich habe wieder etwas Kraft gefunden, weil ich weiß, dass da jemand ist, der mich braucht, den ich brauche. Und wisst ihr? Selbst wenn man sich schlecht fühlt, krank im Inneren, so als würde einem die Luft abgeschnürt oder aber das Herz mit einem Messer durchbohrt, ist das Leben immer noch lebenswert. Der Schmerz zeigt dir, dass du lebendig bist, das Herz, dass es noch schlägt. Ich weiß gerade nicht wie ihr euch fühlt. Ob ihr Probleme habt oder aber euch unwohl fühlt, ihr euch nicht selbst lieben und akzeptieren könnt oder aber einfach nur nicht weiter wisst.

Lasst euch gesagt sein: Dinge ändern sich. Natürlich kannst du wieder einen Schritt zurückgehen, aber man sollte sich nicht auf diesen „Rückschritt“, sondern auf einen „Fortschritt“  konzentrieren, denn alles geht weiter und du weißt wie es geht. Trau dich nur. Ich klinge schon wieder wie ein Moralapostel, aber ich kann wohl einfach nicht anders und ich muss immer darüber reden. Über die Verzweiflung, die Angst, den Selbsthass, weil ich weiß, dass es viele gibt, denen es oft genauso geht wie mir. Menschen, die auch oft nicht weiter wissen. Sich abschotten statt vorzupreschen, sich verkriechen statt aufzustehen und die Angst vorerst ignorieren statt sie aktiv anzugehen.

Ich selbst habe wieder ein Licht gefunden, nein, ich habe es wiedergefunden. Plötzlich schien alles so leicht und nun kann ich dem Leben wieder begegnen. Ich erkenne selbst, dass ich mit der Zeit ein selbstzerstörerisches Muster entwickelt habe, indem ich in mir selbst die Vorstellung verankert habe, dass alles, was ich tue bereits von vornherein falsch sein muss, deshalb muss ich mich langsam wieder aus dieser Vorstellung wagen und wieder darüber nachdenken: „Was ist gut an mir?“ „Bin ich nicht hilfsbereit?“ „Versuche ich nicht zu helfen, wo ich kann?“ „Habe ich denn nicht einiges im Kopf? Ein bisschen Klugheit, etwas Gescheitheit.“ „Versichert mir denn nicht jemand auch immer, dass ich tapfer bin?“ „Sagen viele nicht, dass sie mich brauchen?“ „Hat denn nicht jemand gesagt, dass er stolz auf mich ist?“ „Ist denn da nicht jemand, dem ich jeden Tag „Guten Morgen“ und „Gute Nacht“ sage, weil ich ihn über alles liebe und ihm etwas Wärme schenken möchte?“ „Bin ich denn nicht wertvoll, so klein meine Taten auch sein mögen, weil andere Menschen mich brauchen und ich ihnen etwas geben kann, das nur mir zu Eigen ist?“ Reflektieren heißt es gute und schlechte Seiten zu finden. Nie nur schlechte. Ich weiß es und versuche mich zu bessern. Wieso du nicht auch?

Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille

Tauch ein in dein Selbst und du wirst den Kern finden, der dir bisher verborgen blieb

[Liebe dich selbst und andere, denn alleine überlebst du nicht]