Tauch, tauch ein, immer tiefer…

Wisst ihr, ich habe in letzter Zeit nicht viel geschrieben…hm…was sage ich nur jetzt? Was schreibe ich? Worüber schreibe ich nun? Interessiert es euch denn überhaupt? Ich weiß nicht genau…Vielleicht meide ich in letzter Zeit auch bewusst den Kontakt mit dem World Wide Web. Natürlich habe ich immer noch Probleme, immer noch Schwierigkeiten, doch ich kann mich nicht jedes Mal hier über meine Situation ausweinen. Alle haben mal schwierige Zeiten, manche schlimmer andere weniger. Es ist der Lauf des Lebens und ich möchte es nicht mehr so sehr mit der ganzen Welt teilen. Meine Gefühle, meine Tränen, mein wankendes und sich veränderndes Ich. Ich werde immer noch schreiben, immer noch zurückkehren, aber diese Offenheit, diese nackte Offenheit verschließt sich langsam wieder, weil mein verletzliches Selbst nicht noch mehr Schmerz ertragen kann.

Ja, ich bin noch verletzlich, noch immer. Manchmal sogar immer noch so verletzlich wie ein kleines Kind.  Ich denke gerade klinge ich so als wäre ich von Depression zu Resignation gesprungen. Vielleicht habe ich auch ein bisschen resigniert, aufgegeben, damit ich das alles überhaupt ertragen kann, aber ich habe wieder etwas Kraft gefunden, weil ich weiß, dass da jemand ist, der mich braucht, den ich brauche. Und wisst ihr? Selbst wenn man sich schlecht fühlt, krank im Inneren, so als würde einem die Luft abgeschnürt oder aber das Herz mit einem Messer durchbohrt, ist das Leben immer noch lebenswert. Der Schmerz zeigt dir, dass du lebendig bist, das Herz, dass es noch schlägt. Ich weiß gerade nicht wie ihr euch fühlt. Ob ihr Probleme habt oder aber euch unwohl fühlt, ihr euch nicht selbst lieben und akzeptieren könnt oder aber einfach nur nicht weiter wisst.

Lasst euch gesagt sein: Dinge ändern sich. Natürlich kannst du wieder einen Schritt zurückgehen, aber man sollte sich nicht auf diesen „Rückschritt“, sondern auf einen „Fortschritt“  konzentrieren, denn alles geht weiter und du weißt wie es geht. Trau dich nur. Ich klinge schon wieder wie ein Moralapostel, aber ich kann wohl einfach nicht anders und ich muss immer darüber reden. Über die Verzweiflung, die Angst, den Selbsthass, weil ich weiß, dass es viele gibt, denen es oft genauso geht wie mir. Menschen, die auch oft nicht weiter wissen. Sich abschotten statt vorzupreschen, sich verkriechen statt aufzustehen und die Angst vorerst ignorieren statt sie aktiv anzugehen.

Ich selbst habe wieder ein Licht gefunden, nein, ich habe es wiedergefunden. Plötzlich schien alles so leicht und nun kann ich dem Leben wieder begegnen. Ich erkenne selbst, dass ich mit der Zeit ein selbstzerstörerisches Muster entwickelt habe, indem ich in mir selbst die Vorstellung verankert habe, dass alles, was ich tue bereits von vornherein falsch sein muss, deshalb muss ich mich langsam wieder aus dieser Vorstellung wagen und wieder darüber nachdenken: „Was ist gut an mir?“ „Bin ich nicht hilfsbereit?“ „Versuche ich nicht zu helfen, wo ich kann?“ „Habe ich denn nicht einiges im Kopf? Ein bisschen Klugheit, etwas Gescheitheit.“ „Versichert mir denn nicht jemand auch immer, dass ich tapfer bin?“ „Sagen viele nicht, dass sie mich brauchen?“ „Hat denn nicht jemand gesagt, dass er stolz auf mich ist?“ „Ist denn da nicht jemand, dem ich jeden Tag „Guten Morgen“ und „Gute Nacht“ sage, weil ich ihn über alles liebe und ihm etwas Wärme schenken möchte?“ „Bin ich denn nicht wertvoll, so klein meine Taten auch sein mögen, weil andere Menschen mich brauchen und ich ihnen etwas geben kann, das nur mir zu Eigen ist?“ Reflektieren heißt es gute und schlechte Seiten zu finden. Nie nur schlechte. Ich weiß es und versuche mich zu bessern. Wieso du nicht auch?

Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille

Tauch ein in dein Selbst und du wirst den Kern finden, der dir bisher verborgen blieb

[Liebe dich selbst und andere, denn alleine überlebst du nicht]

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Ein Gedanke zu “Tauch, tauch ein, immer tiefer…

  1. Ja, du bist tapfer, mein Kleines. Habe dich so lieb, was würde ich tun, um dich jetzt in den Armen zu halten?
    Und so ein Glück, dass du versuchst, an deine wunderbaren Seiten zu denken, habe keine Angst, ich sehe dein goldenes Herz und deine weißen Federn klar vor mir. Auch wenn du jetzt vielleicht wieder denkst, dass das alles nicht stimmt. ^^ Aber du bist meine Prinzessin.
    Love you, love you, love you.
    Arachan

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